Discovery Castle

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Bernstein Castle

France   Château du Bernstein


Type: Castle
Construction started: 12th century
Status: Ruin
Sightseeing: free
Adress: 67650 Dambach-la-Ville
France

Burg Bernstein
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Die Burg Bernstein (französisch Château du Bernstein) ist die Ruine einer mittelalterlichen Höhenburg nahe der Gemeinde Dambach-la-Ville im Unterelsass. Ihr Name rührt gemäß einer Sage von „Bärenstein“ und nicht etwa von der Bezeichnung für fossiles Harz. Ein nahegelegener Felsen heißt Falkenstein.

Die Burgruine steht auf einer Höhe von 562 Meter über dem Meeresspiegel in einem Waldgebiet zwischen Dambach-la-Ville im Osten und Thanvillé im Westen. Sie ist auf einem Granitfelsen erbaut und nur über Wanderwege erreichbar.

Burg Bernstein, die um 1009 erstmals schriftlich erwähnt wurde, zählt zu den ältesten Burganlagen des Elsass. Die heute sichtbaren Mauern stammen jedoch aus dem frühen 13. Jahrhundert. Ursprünglich gehörte die Burg den Grafen von Egisheim-Dagsburg, Landgrafen des Unterelsass. Die erste urkundliche Erwähnung geht auf Hugo IV. von Egisheim zurück, der den römisch-deutschen Kaiser Heinrich II. gegen den Bischof von Metz unterstützte. Der Graf ließ seine Frau Heilwig von Dagsburg auf Burg Bernstein wohnen, um diese vor Angriffen zu bewahren. Heilwig war die Mutter von Papst Leo IX., der als Bruno von Egisheim-Dagsburg geboren wurde. Die Burg war von 1144 bis 1225 Allod derer von Egisheim-Dagsburg.

Die ursprüngliche Anlage wurde vermutlich im Zuge einer Strafexpedition Ende des 12. Jahrhunderts von Philipp von Schwaben zerstört. Graf Adalbert II. hatte sich zuvor in der Zeit des Deutschen Thronstreits mit anderen gegen Philipp verbündet. Später wurde Burg Bernstein von den Grafen von Egisheim in ihrer heutigen Form wieder aufgebaut.

Die beiden Söhne Adalberts II. starben bei einem von Balduin IV. von Flandern veranstalteten Turnier. Seine Tochter Gertrude heiratete Theobald I. von Lothringen. Damit kam die Burg Bernstein mit dem Tod des Grafen Adalbert II. im Jahr 1211 in den Besitz der Herzöge von Lothringen. Mit dem Tod Gertrudes von Dagsburg im Jahr 1225 entstanden Konflikte über den Besitz. Unterstützt vom Bischof von Straßburg besetzte Graf Sigismund von Leiningen, dritter und letzter Ehemann Gertrudes, die Burg. Der Bischof aber wechselte die Seite und ließ die Anlage 1227 belagern und konnte sie erobern. Schließlich wurde die Anlage mit dem Einverständnis des römisch-deutschen Kaisers Friedrich II. 1236 dem Bistum übergeben.

Seit 1236 war Burg Bernstein Sitz einer bischöflichen Vogtei. 1354 bis 1365 residierte dort Johann II. von Lichtenberg, Lamprecht von Brunn erst am Ende seiner Zeit als Bischof im Jahr 1374.

Während des Dachsteiner Kriegs umzingelten Söldner und Dambacher Bürger die Burg im Jahr 1421, ehe der bewaffnete Konflikt 1422 endete. Die Armagnaken, die 1444 in die Gegend kamen, ignorierten die Friedensbeschlüsse. Aufständische der Bundschuh-Bewegung nutzten die Burg als Unterschlupf.

1580 wurde die bischöfliche Vogtei von Burg Bernstein nach Benfeld verlegt. Die Burg war ab diesem Zeitpunkt ungenutzt. 1632 wurde die Anlage im Dreißigjährigen Krieg geplündert und zur Zeit der französischen Revolution dann weitgehend zerstört.

Im Dezember 1932 wurde Burg Bernstein als Monument historique unter Denkmalschutz gestellt.

Quelle: Wikipedia


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