Discovery Castle

Facebook
Twitter
Instagram
Youtube

Drachenfels Castle

Germany   Burg Drachenfels


Type: Castle
Construction started: 13th century
Status: Ruin
Sightseeing: free
Adress: 76891 Busenberg
Germany

Drachenfels Castle
Responsives Bild

Who wants to know exactly ...


Die Ruine der Burg Drachenfels ist der Rest einer Felsenburg im Südteil des Pfälzerwalds, dem deutschen Teil des Wasgaus. Etwa 7 km nördlich der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich liegt nahe dem Dorf Busenberg die Burg Drachenfels auf dem gleichnamigen 150 m langen Sandsteinfelsen, der sich auf einem Bergrücken in 368 m ü. NHN erstreckt. Der höchstgelegene Teil des Burgfelsens wurde zum Bergfried ausgebaut. Wegen seines heutigen Aussehens wird der Turmrest im Volksmund „Backenzahn“ genannt; er macht die Ruine zu einer der auffälligsten Burgen in Rheinland-Pfalz.

Der Name der Burg könnte von dem Bild eines Drachen herrühren, das in die Sandsteinwand des ehemaligen Rittersaals eingraviert ist. Da allerdings unbekannt ist, wann es angefertigt wurde, besteht auch die Möglichkeit, dass mit dem Drachenbildnis auf den bereits existierenden Namen der Burg Bezug genommen wurde.

Die Anfänge der Burg sind weitgehend ungeklärt. Archäologisches Fundmaterial zur Burg vor der Mitte des 13. Jahrhunderts fehlt. Personen, die sich nach einer Burg Drachenfels benennen, treten bereits zuvor auf. Die 1209 genannten Brüder Konrad und Wilhelm von Drachenfels sind dem Drachenfels im Siebengebirge zuzuordnen. Ein 1219 und 1221 genannter Burkhard von Drachenfels in Diensten Friedrichs II. ist keiner Burg sicher zuzuordnen. Der erste Niederadelige, der unstrittig mit der Burganlage im Wasgau in Verbindung gebracht wird, ist 1245 Walter von Drachenfels (Waltherus de Drachenvels). Weitere Urkunden hielten fest, dass ein Streit der Vettern Rudolf und Anselm von Drachenfels mit dem Wormser Bischof im Jahr 1288 beigelegt wurde; das älteste erhaltene Siegel dieser beiden Vettern enthält einen Drachen in einem Spitzschild. Seit dem frühen 14. Jahrhundert enthält das Siegel ein Hirschgeweih oder eine Wildgans.

1314 wurden den Herren von Drachenfels Ausgleichszahlungen für einen Kriegszug der Stadt Straßburg gegen Burg Berwartstein zugesprochen, bei dem die nahegelegene Burg Drachenfels ebenfalls belagert und beschädigt wurde. 1335 kam es zu Streitigkeiten mit der Stadt Straßburg, wobei die Herren von Drachenfels als Raubritter bezeichnet wurden. In dieser Zeit wurde die Burg Drachenfels belagert und teilweise zerstört, so dass die Burgherren gezwungen waren, ab 1344 nach und nach Teile der Burg zu verkaufen. Dadurch wurde der Drachenfels zur Ganerbenburg, bei der sich mehrere Personen bzw. Familiensippen den Grundbesitz teilten.

1510 erlangte der rebellische Reichsritter Franz von Sickingen ebenfalls einen Ganerbenanteil. Nach Sickingens Niederlage im Mai 1523 gegen die verbündeten Heere dreier Reichsfürsten rückte man auch gegen den Drachenfels vor. Dieser wurde angesichts der gewaltigen Übermacht vom Burgvogt, der mit lediglich acht Knechten in der Burg anwesend war, kampflos übergeben. Am 10. Mai 1523 wurde die Burg von den Siegern endgültig zerstört und ihr Wiederaufbau untersagt.

Was nach den Schleifungen der Burg noch übrig war, wurde durch die Nutzung der Ruine als Steinbruch weiter zerstört. Ein Nachkomme der Eigner, Freiherr Franz Christoph Eckbrecht von Dürkheim, errichtete 1778 mit Steinen vom Drachenfels mitten im Dorf Busenberg ein herrschaftliches Landhaus, das heute „Schlösschen“ genannt wird. In die Busenberger Kirche wurden ebenfalls Steine aus der Ruine eingebaut.

Quelle: Wikipedia


   in Rhineland-Palatinate - Germany