Discovery Castle

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Dwasieden Castle

Germany   Schloss Dwasieden


Type: Castle, Palace, Manor
Construction started: 1873
Status: Ruin
Sightseeing: Park area free
Adress: 18546 Sassnitz
Germany
Schloss Dwasieden

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Das Herrenhaus Schloss Dwasieden befand sich bei Sassnitz auf der Insel Rügen in unmittelbarer Nähe der Ostsee. Es wurde in den Jahren 1873 bis 1877 im Auftrag von Adolph von Hansemann, Inhaber der Disconto-Gesellschaft in Berlin und einer der reichsten Männer der Bismarckzeit, erbaut. Architekt des Herrenhauses war Friedrich Hitzig, ein Schüler von Friedrich Schinkel. Die Architektur war angelehnt an die Bäderarchitektur, die für die Ostseeküste Vorpommerns prägend ist.

Von dem Prachtbau existieren aufgrund der Sprengung 1948 nur noch Ruinenreste sowie der 1997 ausgebrannte Marstall. Die Reste des Ensembles befinden sich auf einer Anhöhe oberhalb der Ostsee, die unmittelbar südwestlich an den Stadthafen von Sassnitz anschließt. Die Schlossallee zum Schloss Dwasieden zweigt von der Straße von Sassnitz nach Mukran ab.

Der Bau des Schlosses und die Gestaltung des 102 Hektar großen Parks kosteten vier Millionen Goldmark, damals eine enorme Summe. Das Schloss war das einzige Gebäude in Norddeutschland, das aus massivem Sandstein, Granit und echtem Marmor erbaut war. Das Schloss war ein quadratischer, zweigeschossiger Bau, an dessen Seiten sich Säulengänge befanden, die in offenen, tempelartigen Pavillons endeten. Auffällig waren die beiden an den Eckseiten angeordneten Aussichtstürme mit pfeilerartig hervortretenden Wandstreifen, die das Gebäude überragten.

Auch der Park von Dwasieden war eine sehr gepflegte Anlage und wurde schon bei seiner Fertigstellung als einer der schönsten Parks in Norddeutschland bezeichnet. Gert von Oertzen, der Enkel und Erbe Hansemanns, verkaufte das Schloss in den 1930er Jahren an die Stadt Sassnitz, von der es 1935 die Kriegsmarine übernahm und zu einem Teil ihrer Schiffsartillerieschule (Entfernungsmeßschule) machte.

Von dem Schloss existieren heute nur noch die Pavillonreste und der Marstall. 1948 wurde das Schloss aufgrund des SMAD-Befehls Nr. 209 wie andere ehemalige Adelssitze im Zuge der Bodenreform in der sowjetischen Besatzungszone gesprengt, wobei hier noch „erschwerend“ hinzukam, dass das Schloss militärisch genutzt worden war.

Bereits 1993 gab es Pläne für ein „Kurgebiet Dwasieden“ unter Einbeziehung des historischen Schlosses. Dabei sollte die Fassade originalgetreu rekonstruiert und in einen modernen Kurbetrieb mit Hotel eingebunden werden. Diese Pläne kamen nicht zur Ausführung.

Weitaus tiefgreifendere Pläne aus dem Jahr 2007 sahen die Errichtung einer „Kurstadt“ mit 3000 Betten vor, unter Einbeziehung der Überreste von Dwasieden. Ein originalgetreuer Wiederaufbau war dabei nicht vorgesehen; so sollten etwa 50 m hohe Schlosstürme entstehen. Bis zu 300 Millionen Euro wollten die dänischen Investoren Axel W. Lodberg und Steffen Flensborg im Süden von Sassnitz investieren. Auch diese Pläne scheiterten.

Quelle: Wikipedia

Schloss Dwasieden
Schloss Dwasieden

Source: Wikipedia


   in Mecklenburg-Vorpommern - Germany






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