Discovery Castle

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Hirschhorn Castle

Germany   Burg & Schloss Hirschhorn


Type: Castle
Construction started: around 1260
Last reconstruction: 19th century
Status: preserved
Sightseeing: Restaurant and Hotel
outdoor area free
Adress: Schloßstraße 39-45
69434 Hirschhorn (Neckar)
Germany
Website: Schlosshotel Hirschhorn

Burg Hirschhorn
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Burg Hirschhorn ist eine sehr gut erhaltene Hangburg- und Schlossanlage oberhalb der am Neckar, an der Grenze zwischen Baden-Württemberg und Hessen gelegenen hessischen Stadt Hirschhorn.

Bedingt durch den Umstand, dass die Burg mit mehreren Bauphasen über 800 Jahre lang erhalten geblieben ist, sowie durch die bis an die Hirschhorner Altstadt heranreichenden verwinkelten Befestigungswerke erschließt sich die Struktur der insgesamt recht weitläufigen Burganlage erst auf den zweiten Blick. Der gesamte Komplex setzt sich im Wesentlichen aus Hauptburg, sowie oberer und unterer Vorburg zusammen.

Der Ursprung der Burg und die heute noch sichtbaren ältesten Bestandteile der Anlage befinden sich im Bereich der Kern- oder Hauptburg, dem höchstgelegenen Teils der Burg Hirschhorn. Augenfällig aus dieser frühen Bauphase ist insbesondere die nach Norden weisende mächtige Schildmauer hinter dem bis zu 15 m tiefen Halsgraben im Bereich des heutigen Parkplatzes. Ebenfalls zur Kernburg gehören der alte Palas (frühes 14. Jh., Umbau Mitte des 14. Jh., neuerlicher Umbau nach Einsturz im frühen 19. Jh.) mit dem angegliederten Bergfried und einer renaissancezeitlichen Erweiterung des Palas, dem sogenannten Hatzfeld-Bau (Ende 16. Jh.).

Unmittelbar unterhalb der Kernburg schließt an diese im Südwesten die obere Vorburg an, die der vom Parkplatz aus kommende Besucher der Anlage als erstes betritt. Die obere Vorburg ersetzte im 15. Jahrhundert einen älteren Zwinger des 14. Jahrhunderts. Ihre wichtigsten Bestandteile sind eine Bastion, deren Aufgabe es wohl war, den Zugang zum nördlichen Tor zu überwachen, und ein westlicher Eckturm, der sogenannte Gefängnisturm. Von der unteren Vorburg setzt sie sich im Süden durch eine Mauer und ein in diese integriertes zweigeschossiges Torhaus ab. Unmittelbar westlich des Torhauses befindet sich noch ein großer Brunnen, ansonsten ist der Innenbereich der oberen Vorburg bebauungsfrei.

Die untere Vorburg entstand in derselben Zeit wie die obere Vorburg. In ihr befinden sich der Marstall, eine kleine Burgkirche und einige weitere Gebäude. Der äußerste südliche Wehrturm der unteren Vorburg ist gleichzeitig Bestandteil der Stadtmauern von Hirschhorn. Wie an keiner anderen Stelle wird hier der architektonische Zusammenhang zwischen Burg- und Stadtbefestigung deutlich. Die Befestigungsanlagen der Vorburgen und der Stadt dürften wohl aus einer Hand geplant und unter Hans V. von Hirschhorn um 1391 begonnen und im ersten Viertel des 15. Jahrhunderts abgeschlossen worden sein. Hans V. hat um 1400 auch das unmittelbar unterhalb der Burg anschließende und ebenfalls von Burgmauern berührte Kloster mit der zugehörigen Karmeliter-Klosterkirche Mariä Verkündigung gestiftet.

Burg Hirschhorn wurde um 1260 von Johann von Hirschhorn gegründet, der sich 1270 zum ersten Mal nach der Burg nennt. Er war wohl der Enkel (eventuell Sohn) einer Heiratsverbindung zwischen den Edelherren von Steinach und den Ministerialen von Hirschberg (Burg über Leutershausen an der Bergstraße). Aus der großmütterlichen Familie von Hirschberg wurde auch das redende Wappen mit der Hirschstange übernommen und die neue Burg danach benannt. Möglich ist auch eine Burggründung durch den Vater Johanns von Hirschhorn, Konrad Rind von Steinach, um 1250. Auf eine noch ältere Burganlage gibt es keinerlei Hinweise. Mit dem wirtschaftlichen und politischen Aufstieg der Herren von Hirschhorn im 14. Jahrhundert wurde auch die Burganlage ausgebaut und erweitert. Ihre endgültige Form erhielt sie durch einen schlossartigen Umbau im Stil der Renaissance Ende des 16. Jahrhunderts. Die größtenteils aus Sandstein erbaute Burg blieb in der Neuzeit von größeren systematischen Zerstörungen verschont und befindet sich daher heute in einem sehr guten Erhaltungszustand.

Seit 1959 ist im Renaissancebau Palas sowie im Marstall-Nebengebäude ein Hotel mit Restaurant untergebracht. Ein weiteres Gebäude wird privat genutzt. Markantestes Gebäude der Burganlage ist das kleine Torwärterhäuschen mitten in der Burganlage. Dort befindet sich auch eine Außenstelle des Standesamtes der Stadt Hirschhorn. Der Rest der Burg (insbesondere Innenhof und Turm) ist frei zugänglich.

Quelle: Wikipedia


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