Discovery Castle

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Oppidum Kastel-Staadt

Germany   Klause Kastel-Staadt


Type: Celtic fortification
Roman refuge
Chapel
Construction started: 2200 to 1600 B.C.
Status: Ruin
Chapel preserved
Sightseeing: chargeable
Adress: König-Johann-Straße
54441 Kastel-Staadt
Germany
Website: Saar-Obermosel-Touristik e.V.

Oppidum Kastel-Staadt
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Als Oppidum Kastel-Staadt wird eine keltische Burganlage (Oppidum) mit einer ausgedehnten Siedlung aus der Latènezeit bezeichnet, die auf dem Gebiet der Gemeinde Kastel-Staadt (Rheinland-Pfalz) liegt. Es ist ein Bodendenkmal mit einer ca. 30 ha großen Fläche. Hervorstechendes Merkmal ist der ca. 7 m hohe und 200 m lange Erdwall, der die Bergspornsiedlung vom Plateau abriegelt.


Topografische Lage

Das Oppidum befindet sich am Nordausgang eines längeren Durchbruchstales durch die Westausläufer des Hunsrücks. Dort wird die Saar im Westen auf kurzer Strecke von Steilwänden des Buntsandsteins gesäumt. Die Hochfläche zwischen Mosel und Saar (Saargau) fällt hier fast 200 m zur Talaue ab. Entsprechend tief einschneidende Nebentäler schufen den eindrucksvollen Plateausporn von Kastel, der auf drei Seiten von klippenartigen Felsenwänden natürlich begrenzt ist. Die Plateauverengung wird durch den eindrucksvollen Erdwall abgeriegelt.


Denkmalbeschreibung

Der Abschnittswall

Der etwa 200 m lange Wallzug ist heute noch bis zu 7 m hoch erhalten. Ihm vorgelagert ist ein Graben. Der Abschnittswall wird von der Dorfstraße durchbrochen; vermutlich befand sich in der Antike an dieser Stelle bereits eine Durchfahrt/Toranlage.

Bei einer Baumaßnahme 1956 wurde der Wall geöffnet und es konnten Beobachtungen zu seinem Aufbau dokumentiert werden. Demzufolge hatte der Wall fünf Bauphasen, bestand aus einer Holzkastenkonstruktion mit Erdverfüllung und Steinverblendung in Trockenmauertechnik.



Klause Kastel


Die Klause Kastel (Klause bei Kastel) ist ein von Mönchen in die Felswand aus Sandstein geschlagenes Refugium auf einem Plateau über dem Tal und bietet einen weiten Blick über das Saartal.


Geschichte

Das Inklusentum blühte in Europa vom 9. bis zum 17. Jahrhundert. Die Ursprünge der Klause in Kastel gehen auf das 13. Jahrhundert und die Kreuzzüge zurück. Damals wurden zwei Kammern in den Sandsteinfelsen gehauen, die an Golgota erinnern sollten. In der gleichen Zeit wurde die Pfarrkirche in Kastel errichtet, in der damals die Pilger die heilige Helena, die Mutter des Kaisers Konstantin, verehrten.

Um 1600 ließ der Franziskaner Roméry eine zweigeschossige Kapelle errichten. Ihr Obergeschoss war mit der oberen Felskammer verbunden. In dieser Zeit entstanden auch ein Weg, der an der Südseite des Felsmassivs entlangführte, eine Grabnische mit Arkosolgrab und Relief und verschiedene Quellbecken. Die Anlage geriet jedoch nach der französischen Besetzung von 1794 in Verfall.

1833 erhielt der spätere Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. die Ruine als Geschenk. In seinem Auftrag wurde dort 1834/35 von Karl Friedrich Schinkel eine Grabkapelle für Johann von Böhmen (später „Der Blinde“ genannt) erbaut. Zwischen 1838 und 1945 waren die Gebeine Johanns in einem Sarkophag in der Kapelle bestattet; anschließend wurden sie in die Kathedrale von Luxemburg Stadt überführt. Friedrich Wilhelm IV. hatte die Gebeine, die in Mettlach gelagert hatten, von Jean-François Boch erhalten. Schinkel nutzte den noch vorhandenen Rest des alten Bauwerks, ließ bunte Glasfenster einsetzen und baute eine Kapelle mit Drillingsarkadenfenstern und italienisierendem Glockengiebel darüber. Die Gebeine des Königs wurden in einen klassizistischen Sarkophag gebettet. Das böhmische Wappen auf diesem Sarkophag wird von Löwen gehalten, die auch eine Inschriftentafel stützen, auf der die böhmische Königskrone zu sehen ist. 1842 kam noch ein Altar hinzu, der nach Vorschlägen des preußischen Königs gestaltet worden war. Die Ahnentafel des Königshauses wurde als Fresko in die Kapelle integriert. Zum 500. Todestag Johanns von Böhmen wurde 1846 ein Stabkreuz auf der Plattform aufgestellt. Die Anlage ist nicht nur ein Zeugnis der romantischen Veranlagung Friedrich Wilhelms IV., sondern auch eine Machtdemonstration Preußens, das 1815 die Herrschaft im Rheinland übernommen und die Luxemburger Dynastie abgelöst hatte.

Quelle: Wikipedia.de


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