Discovery Castle

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Marienburg Castle

Germany   Schloss Marienburg


Type: Castle, Palace
Construction started: 1858
Status: preserved
Sightseeing: Palace tour chargeable
outdoor area free
Adress: Marienberg 1
30982 Pattensen
Germany
Website: Schloss Marienburg

Marienburg Castle
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Das Schloss Marienburg ist eine Schlossanlage, die König Georg V. von Hannover von 1858 bis 1869 als Sommerresidenz, Jagdschloss und späteren Witwensitz erbauen ließ. Es war ein Geschenk an seine Ehefrau, Königin Marie, zu ihrem 39. Geburtstag am 14. April 1857. Königin Marie und ihre Tochter Mary bewohnten das Schloss in den Jahren 1866 bis 1869. Nach ihrer Abreise ins Exil wurde das Schloss für fast 80 Jahre nur vom Hausmeister und ab 1945 vorübergehend von Flüchtlingen und von der Familie von Ernst August (III.) bewohnt. Heute ist es im Privatbesitz vom Erbprinz Ernst August von Hannover. Es befindet sich in der Region Hannover auf dem Marienberg südwestlich von Schulenburg, einem Ortsteil von Pattensen. Südlich vom Marienberg liegt die Gemeinde Nordstemmen, die zum Landkreis Hildesheim gehört. Das Schloss bildet zusammen mit dem Bahnhof von Nordstemmen, der als königlicher Bahnhof für das Schloss ausgebaut wurde, ein Ensemble. Die Hofstelle des benachbarten Hausguts Calenberg in Schulenburg wurde 2011 vom Haus Hannover verkauft, die Ländereien werden jedoch zusammen mit der Marienburg weiter bewirtschaftet.

Das für den Bau des Schlosses vorgesehene rund 30 Morgen große Waldgrundstück am Südwesthang des Schulenburger Berges wurde von dem Ingenieurmajor Eduard Julius Hugo Witte vom Gut Hoyersum ausgewählt und Anfang des Jahres 1857 von dem Ackermann Rössing und dem Höfling Ziesenitz angekauft. Zum Geburtstag am 14. April 1857 übertrug König Georg V. von Hannover den Schulenburger Berg und das darauf zu erbauende Schloss in einer Schenkungsurkunde seiner Gemahlin, der Königin Marie, als Privateigentum. Das Schloss sollte als ländliche Sommerresidenz, Jagdschloss und späterer Witwensitz dienen. Dabei bestimmte Georg V., dass dieser Berg hinfüro den Namen Marienberg führe und dass auf diesem Platze für Ihre Majestät die Königin eine Burg, genannt Marienburg, zum Sommersitz erbaut werde. Er ernannte in dieser Urkunde den Ingenieurmajor Witte, der zum Freundeskreis der königlichen Familie zählte, zum Oberbauleiter und erklärte das zukünftige Schloss zum uneingeschränkten persönlichen Eigentum der Königin. Dies wurde später nach der Annexion Hannovers wichtig, denn es sicherte Grundstück und Gebäude auch in preußischer Zeit dem Welfenhaus.

Die Königin Marie plante ein Schloss in Form einer mittelalterlichen, gotischen Höhenburg in romantischer Lage weit über dem Leinetal. Dafür war das in Aussicht genommene Grundstück bestens geeignet. Es lag in der Nähe des ehemaligen Stammhauses der hannoverschen Welfen, der Burg Calenberg, und befand sich dicht bei dem kurz zuvor gebauten Bahnhof Nordstemmen, in dem der königliche Salonwagen nach der Bahnfahrt untergestellt werden durfte. Außerdem bot es sich an, die Höhenburg in die bereits vorhandene Ringwallanlage des Sachsenwalls hineinzubauen, deren Innenraum dazu planiert und durch Aufschüttungen angehoben werden musste. Der Abhang zur Leine hin konnte aufgrund einem Steinbruch so schroff abgetragen werden, dass die Marienburg vom Leinetal aus wie eine mittelalterliche Festung aussah. In dem zu einer Schlucht vertieften Steinbruch sollte ein romantischer Wasserfall unter einer Zugbrücke in die Leine hinabstürzen. Günstig war auch, dass der Marienberg ein sagenumwobener Ort war, der – wie es hieß – von Zwergen bewohnt war, denen die Königin an den Zufahrten und Ausfahrten des Schlosses kleine Denkmale setzte.

Am 9. Oktober 1858 erfolgte die Grundsteinlegung in Anwesenheit der königlichen Familie. Dabei führten die drei Kinder nacheinander einen Hammerschlag aus.

Königin Marie ernannte als Bauherrin den dafür nicht geeigneten Ingenieurmajor Witte zum Verantwortlichen für die Finanzen des Bauwerkes. Das führte dazu, dass Witte mehrmals die ihm anvertrauten Gelder veruntreute. Er hatte die auf dem Witteschen Gute beschäftigten Tagelöhner in den Rechnungen der Marienburg mit aufgeführt, wodurch der Kronkcasse über 5000,-Rthr. dem Bau verloren gingen.

Unter Wittes Aufsicht wurde das Schloss in den Jahren 1857 bis 1864 durch den Architekten Conrad Wilhelm Hase unter Mitwirkung des Bauleiters Ludwig Frühling im deutschen neugotischen Stil errichtet. Conrad Wilhelm Hase war an die Vorgaben der Königin gebunden, die den Bau einer mittelalterlichen, wehrhaften Burg wünschte. Ihre Vorbilder waren dabei die zeitgenössischen Neubauten von Schloss Babelsberg, Burg Hohenzollern, Schloss Stolzenfels und Burg Sooneck. Eine wehrhafte Burg, in die man sich für einige Monate mit der Familie vom offiziellen Hofleben zurückziehen und hinter der hochgezogenen Zugbrücke einschließen konnte, entsprach dem königlichen Wunsch nach Privatsphäre und Abgeschiedenheit.

Conrad Wilhelm Hase verwendete einen in der Tradition des barocken Residenzbaus stehenden, achsensymmetrischen Grundriss, bei dem vier Gebäudeflügel um einen geschlossenen Innenhof stehen, der von einem hohen Bergfried überragt wird. Den Eindruck einer historischen Burg weckte er durch Türme mit Schießscharten, durch zinnenbewehrte Mauern und mächtige Torbauten und im Nordosten durch einen Burggraben mit Zugbrücke und Fallgitter. Trotz des martialischen Aussehens hatten die Wehranlagen ganz profane Aufgaben: Beispielsweise dienten mächtige Bastionen als Eiskeller und hohe Wachttürme als Volieren und als Stall für die Lieblingsziegen der Prinzessin Mary. Ein Korkmodell von der Burg gab dem blinden König die Möglichkeit, die Marienburg in allen Einzelheiten zu erfühlen. Der Architekt Justus Heinrich Jakob Molthan lieferte Möbel und kunstgewerbliche Arbeiten für die Inneneinrichtung des Schlosses.

Da die Bauarbeiten schnell vorangingen, war der Rohbau des Südflügels bereits im Sommer 1859 weitgehend fertiggestellt. Am 3. Dezember 1860 wurde das Richtfest gefeiert. Conrad Wilhelm Hase sorgte beim Innenausbau für Innovationen: Die Außentüren des Rittersaales ließen sich in den Boden versenken, es gab eine Warmwasserheizung, und neugotische Säulen aus Gusseisen dienten als Stützen in den Räumen. Conrad Wilhelm Hase gestaltete fast alle repräsentativen Wohnräume des Schlosses samt Inneneinrichtung. Er hatte zahlreiche Auseinandersetzungen mit dem Oberbauleiter Witte, die im Juli 1864 zu seinem Rücktritt führten. Später erklärte Conrad Wilhelm Hase gegenüber dem Hausminister Carlo von Marlotie mit großer Zurückhaltung, dass er sich nicht weiter darüber äußern möge, wie er von Seiten des Burghauptmann Witte beim Bau der Marienburg zur Seite geschoben sei, und wie er eine derartige Behandlung sich habe nicht gefallen lassen können, weshalb er freiwillig und stillschweigend zurückgetreten sei.

Nachfolger wurde sein Schüler Edwin Oppler, der in den Jahren 1862/1863 die Villa Solms in Hannover in der Jägerstraße am Georgengarten für Wilhelm zu Solms-Braunfeld, den Halbbruder von Georg V, im Stil der englischen Neogotik gebaut und eingerichtet hatte. Die Ausstattung der Villa begeisterte die Königin Marie so sehr, dass sie Edwin Oppler den Auftrag für die Weiterführung der Arbeiten in der Marienburg erteilen wollte. Edwin Oppler weigerte sich, unter der Bauleitung von Witte zu arbeiten. Daraufhin wurde Witte die Bauleitung entzogen und zum Burghauptmann befördert. Danach wurde Edwin Oppler am 17. Oktober 1864 zum Architekten der Marienburg ernannt. Hermann Narten arbeitete 1865/66 unter ihm an der Innenausstattung der Marienburg mit.

Die von Conrad Wilhelm Hase vorgenommene Inneneinrichtung des Schlosses wurde von Oktober 1864 bis in das Jahr 1869 von Edwin Oppler beispielsweise im Rittersaal, in den angrenzenden Räumen der Königin Marie, im Salon der Hofdamen und im Billardzimmer entfernt und im Stil der englischen Neogotik umgestaltet, weil Edwin Oppler den deutschen neugotischen Stil von Conrad Wilhelm Hase und dessen Materialien Gips und Gusseisen ablehnte.

Erhalten blieb die Innenausstattung von Conrad Wilhelm Hase jedoch in der Bibliothek, im Fremdenzimmer, in der Halle des Hauptturms und im Nebenzimmer; auch Teile seines Gestühls im Rittersaal blieben vorhanden. Edwin Oppler nahm folgende bauliche Änderungen vor: Anstelle der kleinen Räume neben dem Speisesaal legte er die morning hall an, erhöhte den Südwestturm um ein Geschoss, gab ihm ein Kegeldach, fügte einen Anbau zwischen dem Südostturm und der Stirnseite des Ostflügels an und begann einen danach fragmentarisch gebliebenen Wintergarten in der Form einer gotischen Basilika. Zwischen dem November 1867 und dem Dezember 1869 wurde die Ausmalung der morning hall von dem Maler Otto Knille und die Ausmalung des Speisesaales von dem Maler Leonard Gey fertiggestellt.

Im nördlichen Flügel des Schlosses befand sich der Marstall mit zwei Pferdeställen und der dazwischenliegenden Kutschenremise; er dient jetzt als Restaurant. Die Verwendung der Kutschenremise als Restaurant lässt vermuten, dass sich die früher dort eingestellten Kutschen nicht mehr im Besitz des Welfenhauses befinden. Neun Wagen (Berlinen, Coupés, Landauer, Feuerwehrwagen und ein sechssitziger Wagen, einige mit den Wappen Georgs V.), wurden vom Welfenhaus 1967 an das Red Barn Carriage Museum in Houston in Texas verkauft. Das Museum besteht nicht mehr; die Kutschen wurden im November 1975 während einer Auktion weiterverkauft.

Der Hofgarteninspektor Schaumburg legte die Außenanlagen von Schloss Marienburg im Stil eines englischen Landschaftsgartens an. Innerhalb des Ringwalls entstanden verschlungene Wege, künstliche Felsformationen, Steintreppen und ein künstlicher Wasserfall, der die Schlucht hinabstürzen sollte. Die Gartenanlagen wie der Prinzessinnengarten vor dem Westflügel und der Garten unterhalb der Terrasse besaßen Blumengärten mit Beeten, die von der schlosseigenen Gärtnerei gepflegt wurden.

Die Pferde erhielten einen runden Reitplatz im südlichen Bereich des vorderen Parkplatzes. In der Nähe des Reitplatzes befand sich auf dem Gelände des hinteren Parkplatzes eine Gärtnerei mit dem Gärtnerhaus. Der Förster bewohnte das Schweizerhaus südwestlich des Schlosses. Diese beiden Gebäude waren bis etwa 1970 bewohnt. Danach standen sie einige Zeit leer, bis sie abgerissen wurden. Die Fundamente und ein Stück der Mauer des Schweizerhauses waren im Jahr 2008 noch erhalten. Im Sommer 1865 waren die Bauarbeiten so weit fortgeschritten, dass Georg V. mit seiner Familie das Schloss Marienburg am 1. Juni 1865 beziehen konnte und einige Zeit lang bewohnte.

Am 24. Juli 1867 hat auch die Königin Marie die nun preußische Provinz Hannover mit ihrer Tochter Mary verlassen, weil sie von den Preußen aufgefordert worden war, ihren hannoverschen Hofstaat zu entlassen und durch preußisches Personal zu ersetzen, was sie für nicht akzeptabel ansah. Außen an dem nordöstlichen Eingangstor der Marienburg hängt seitdem ein Hufeisen; nach einer ätiologischen Ortssage hat eines der Pferde des Sechsspänners bei der Abfahrt der Königin Marie dieses Hufeisen verloren. Vom Bahnhof Nordstemmen aus fuhren die beiden mit der Bahn nach Österreich ins Exil; sie haben das Schloss Marienburg nie wiedergesehen. Dort war die Familie wieder vereint: König Georg V. mit Königin Marie, dem Sohn Ernst August und den beiden Töchtern Friederike und Mary in der Villa Hügel im Wiener Vorort Hietzing, die damals Herzog Wilhelm von Braunschweig aus der braunschweigischen Linie der Welfen gehörte.

Im Jahr 1866 hatten Freunde der Welfen die Ernst-August-Eiche gepflanzt. Sie befindet sich inmitten des Buchenwaldes an einem Waldweg im Norden des Marienberges auf einem aufgeschütteten Plateau. Die ursprüngliche Wegführung ist im 20. Jahrhundert südlich der Ernst-August-Eiche verändert worden. Von dem vorderen Parkplatz führt jetzt ein Waldweg unterhalb der ehemaligen Waldgaststätte Marienberg und oberhalb der Autostraße in Richtung Norden zu der Ernst-August-Eiche hin. Auf dem runden bemoosten Gedenkstein vor der mächtigen Eiche steht die verwitterte Inschrift: Kronprinz Ernst-August – Gepflanzt 1866. Reste von alten elektrischen Straßenlampen zeigen, dass bestimmte Waldwege des Marienberges nachts beleuchtet wurden.

Nach 1867 wurde in der Marienburg noch jahrelang weitergebaut. Die Innenausstattung des Rittersaales und des Speisesaales wurde aber von Edwin Oppler nicht mehr fertiggestellt. Der Hoffotograf Reinnicke fertigte 1867 für die Königin Marie Bilder von der Marienburg an, die die ursprüngliche Pracht der Räume dokumentieren. Die Marienburg wurde von Edwin Oppler bis zu seinem Tod am 6. September 1880 betreut. Anschließend übernahm sein Nachfolger Ferdinand Schorbach die bauliche Betreuung des Schlosses.

Nach der Abreise der Königin Marie stand das Schloss – eingezäunt und ab 1869 nur von dem Burgaufseher Henry Hartmann und seinem Nachfolger bewohnt und bewacht – fast 80 Jahre leer. Allerdings befand sich im Schloss schon im 20. Jahrhundert ein Schlossmuseum, das die inzwischen verlorene ursprüngliche Pracht des Schlosses zeigte und das damals täglich besichtigt werden konnte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss Marienburg erstmals wieder von den Welfen bewohnt. Ernst August (III.), letzter Herzog von Braunschweig und Enkel von König Georg V. und Königin Marie, bewohnte ab 1945 mit seiner Frau Viktoria Luise und den Kindern die Marienburg. Zuvor hatte die Familie auf Schloss Blankenburg im Harz gewohnt, das nach Kriegsende jedoch zur sowjetischen Besatzungszone kam. Zunächst hielten allerdings noch die britischen Besatzungstruppen den Harz besetzt, so dass der Umzug der Welfenfamilie von der britischen Armee durchgeführt werden konnte. Vier Wochen lang fuhren gut 30 Lkw unter dem Geleitschutz dreier Panzerwagen zwischen Blankenburg und dem Schloss Marienburg hin und her und räumten die Schlösser in Blankenburg fast vollständig leer. Das Umzugsgut ging größtenteils zum Schloss Marienburg, wo schon das Inventar der Schlösser Braunschweig, Hannover und Gmunden sowie die Einrichtung des königlichen Empfangsbahnhofs in Nordstemmen lagerte. Dort befanden sich vor ihrem Verkauf auch das Evangeliar Heinrichs des Löwen (jetzt in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel) und das rund 44.000 Münzen umfassende Münzkabinett des Hauses Hannover (jetzt im Landesmuseum Hannover).

Seit dem Kriegsende bewohnten auch zahlreiche Flüchtlingsfamilien die Marienburg. Am 30. Januar 1953 starb Ernst August auf Schloss Marienburg bei Hannover. Anschließend kam es 1954 zum Konflikt zwischen Viktoria Luise und ihrem Sohn Ernst August (IV.). Dabei ging es vor allem um die Apanage der Herzogin. Zum anderen wünschte Herzog Ernst August (IV.), seine Mutter möge sich entsprechend den Gepflogenheiten des Welfenhauses endgültig aus dem öffentlichen Leben zurückziehen und diese Tätigkeit dem jungen Herzogpaar überlassen, was seine energische und populäre Mutter nicht wollte. Sie blieb aktiv in vielen karitativen Vereinigungen sowie im Victoria-Luise-Frauenbund, verließ das Schloss im Dezember 1956 und zog in ein ihr vom „Braunschweiger Freundeskreis“ im Braunschweiger Ortsteil Riddagshausen zur Verfügung gestelltes Haus.

Mauritz von Reden war vom Jahr 2003 bis zum 31. Juli 2012 Generalbevollmächtigter des Hauses Hannover in Deutschland und in Österreich. Er hatte für das Schloss ein neues Nutzungskonzept erarbeitet und beschrieb es im Frühjahr 2006 so:

„Es gibt vier Säulen, auf denen unsere Arbeit steht: erstens ein Museumskonzept mit Dauerausstellung und Sonderausstellungen; zweitens die Gastronomie, das Restaurant in den alten Pferdeställen und der Kutschenremise ...; drittens die Vermietung der Kapelle und anderer Räumlichkeiten für Hochzeiten, Empfänge und Feste; und viertens die Veranstaltungen im Innenhof: Jazzkonzerte, Frühschoppen und eine Klassikreihe ...“

Das neue Nutzungskonzept brachte wesentliche Einschränkungen für das Grundstück, das sich im Eigentum von Prinz Ernst August VI. befindet[29] und sowohl die Wege und Parkplätze wie auch das umgebende Waldgebiet mit den vorgeschichtlichen Fundplätzen umfasst. Der Parkplatz wird zum Privatparkplatz erklärt. Er ist nur für Besucher des Schlossmuseums offen; widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge werden kostenpflichtig auf Gefahr des Halters abgeschleppt. Die Zufahrt für Motorradfahrer ist verboten. Damit ist das Abstellen von Fahrzeugen durch Wanderer, die das Schloss nicht besuchen, untersagt. Auch die traditionellen Motorrad- und Oldtimertreffen dürfen hier nicht mehr stattfinden. Für presserelevante Foto-, Film- oder andere Aufzeichnungen ist die schriftliche Drehgenehmigung der Verwaltung Schloss Marienburg Voraussetzung. Das Aufstellen von Verkaufsflächen und Verkaufsfahrzeugen ist nur mit schriftlicher Genehmigung der Verwaltung gestattet. Diese Regelung bekam der Schlachtermeister und Imbissbudenbesitzer Friedrich-Karl Bordt zu spüren, der mit einer mündlichen Genehmigung des 1987 verstorbenen Welfenchefs Ernst August IV. 26 Jahre lang Würstchen auf dem Parkplatz des Schlosses Marienburg verkaufte und am 9. Mai 2007 den Parkplatz mit seiner Imbissbude für immer verlassen musste. Die dabei aufgenommenen Pressefotos durften nicht veröffentlicht werden.

Im Februar 2008 wurde die Arbeitsgemeinschaft Faszination Schlösser im Leine- und Weserbergland gegründet, der die Schlösser Bevern, Bückeburg, Corvey, Fürstenberg, Hämelschenburg und Marienburg sowie die Hamelner Marketing- und Tourismusgesellschaft angehören. Ziel der Kooperation ist eine gemeinsame Vermarktung mit Reisearrangements für Touristen aus dem In- und Ausland. Gegründet wurde dazu die Reisegesellschaft EAC GmbH Schloss Marienburg, die sich auf das südliche Niedersachsen spezialisiert hat.

Seit dem Jahr 2012 dient das Schloss auch als Filmkulisse:

  • Märchenfilm: Allerleirauh der Brüder Grimm (2012)
  • Dokumentation: Münchhausen – Die Geschichte einer Lüge mit Ben Becker (2012
  • Fernsehserie für Kinder mit 26 Folgen: In Your Dreams – Sommer deines Lebens (Eine deutsch-australische Koproduktion 2012, die zweite Serie mit 26 Folgen entstand im Jahr 2014 im Schloss Marienburg.) (Stand: 25. Oktober 2014)

Quelle: Wikipedia


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