Discovery Castle

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Nyborg Castle

Danmark   Nyborg Slot


First construction: 12th century
Type: Castle
Status: parts preserved
Sightseeing: chargeable
Adress: Slotsgade 34
5800 Nyborg
Denmark
Website: Nyborg Slot

Nyborg Slot
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Das Schloss Nyborg (dänisch Nyborg Slot, auch Danehofslottet) liegt in der dänischen Stadt Nyborg, etwa 29 Kilometer südöstlich von Odense auf Fünen.

Geschichte

Das Schloss wurde um 1170 von Herzog Knud Prislavsen, einem Neffen Waldemars des Großen, zum Schutz gegen die Wenden erbaut.

Als Erik VII. ["Erich I. von Pommern(-Stolp)"] nach Kopenhagen übersiedelte, wurde die dortige Burg bis 1416 Zentrum der königlichen Macht in Dänemark. Nyborg blieb jedoch ein weiterer Wohnsitz des Königs. Später wurde die Burg als Waffenkammer und Getreidespeicher genutzt.

Während der Grafenfehde (1533–1536) wurde das Schloss zweimal erobert. Christian III. sorgte für eine Erweiterung des Schlosses und befestigte es durch eine große Wallanlage.

Während des Krieges mit Schweden, 1658 bis 1660, wurden drei Viertel der Burg zerstört. Heute können noch zwei Halbtürme und das Torhaus aus der Zeit Eriks besichtigt werden. Vom ehemaligen Königspalast ist noch ein Trakt mit großem Festsaal erhalten.


Quelle: Wikipedia


Bekannter Besucher: Dr. theol. Johann Bugenhagen

Die rechte Hand von Martin Luther, Dr. theol. Johann Bugenhagen (1485-1558), befand sich 1539 auf Schloss Nyborg. Vor dem Aufenthalt in Nyborg war der deutsche Theologe die maßgebliche Kraft hinter der Erstellung der neuen dänischen Kirchenverfassung - der lutherischen Kirchenordnung. Dabei handelt es sich um einen umfassenden Satz an Gesetzen und Vorschriften, der immer noch als Grundlage für die dänische Volkskirche gilt. Auf Schloss Nyborg traf Bugenhagen mit den dänischen Superintendenten und dem König zusammen und zum ersten Mal wurden die neuen Grundregeln auf Dänisch formuliert!

In Nyborg verfasste Johann Bugenhagen außerdem ein Buch über den Ehebruch und das heimliche Weglaufen - womit die Person gemeint ist, die den Ehepartner verlässt. Laut Bugenhagen sollten die Partner in einer Ehegemeinschaft eine Versöhnung anstreben, da die Scheidung Teufelswerk war. Die neue protestantische Kirche musste auch in solchen Angelegenheiten einen eigenen Standpunkt finden. Und die Schwester von Christian II., Kurfürst Joachim von Brandenburg, davon, der sie dem Feuer übergeben wollte, weil sie überzeugte Lutheranerin war und sich weigerte, ihrem neuen Glauben abzuschwören. Natürlich war es ein großer Skandal, dass sie tatsächlich vor ihm flüchtete.

Bugenhagen und Christian III. standen sich sehr nah und die Briefe aus dem Nachlass deuten darauf hin, dass sie ein sehr offenherziges Verhältnis zu einander hatten. Insgesamt unterstützte der dänische Königdie Theologen in Wittenberg mit großen Geldbeträgen.


Quelle: Plakat im Schloss Nyborg


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