Discovery Castle

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Medieval town wall Rothenburg ob der Tauber

Germany  Stadtbefestigung Rothenburg ob der Tauber


Type: medieval town wall
Construction started: 13th century
Status: preserved
Sightseeing: outdoor area free
Adress: 91541 Rothenburg ob der Tauber
Germany
Website: Rothenburg ob der Tauber

Rothenburg ob der Tauber
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Die Wurzeln von Rothenburg liegen im heutigen Ortsteil Detwang. Diese Pfarrei wurde um 970 von einem ostfränkischen Adligen namens Reiniger errichtet. Es folgten die Errichtung der Comburg bei Schwäbisch Hall sowie der Grafenburg auf dem sogenannten Essigkrug oberhalb der Tauber, aus deren geographischer Lage sich der Namenszusatz ob der Tauber ableitet.

Bis zu deren Aussterben im Jahr 1116 befand sich die abgegangene Burg im Besitz der Grafen von Comburg-Rothenburg. Neben Rothenburg ob der Tauber gründete die Grafenfamilie sechs weitere Städte mit dem Namen Rot(h)enburg. Vier von ihnen liegen heute innerhalb Deutschlands und eine in der Schweiz. Rothenburg an der Oder gehört seit 1945 zu Polen und trägt den Namen Czerwiensk. Graf Heinrich von Rothenburg, das letzte Familienmitglied, vermachte die Burg dem Kloster Comburg.

Heinrich V., der diese Schenkung nicht bestätigte, gab den Besitz an seinen Neffen Konrad III. als Lehen. Dieser erlangte 1137 die Königswürde, hielt Hof in Rothenburg und errichtete auf der Fläche des heutigen Burggartens die Reichsburg Rothenburg, die vermutlich durch ein Erdbeben um 1356 zerstört oder zumindest beschädigt wurde. Sein Sohn, Friedrich von Rothenburg, wurde zunächst von seinem Vetter Friedrich I. bevormundet (er war noch minderjährig, als sein Vater starb) und erhielt mit seinem Ritterschlag von 1157 den Titel "Herzog von Rothenburg". Durch Friedrich I. wurde Friedrich von Rothenburg auch das Egerland übergeben.

Die Erhebung von Rothenburg zur Reichsstadt erfolgte am 15. Mai 1274 durch König Rudolf von Habsburg. Prominenteste Figur des Mittelalters war Heinrich Toppler (ca. 1340 bis 1408), der mit seiner energischen Politik und seinen Landkäufen das Schicksal der Stadt weit über seinen umstrittenen Tod hinaus beeinflusst hat. Im Jahr 1474 logierte der König von Dänemark, Norwegen und Schweden Christian I. eine Woche lang in einem Gasthaus am Markt (heute "Altehrwürdige Ratsstube").

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt am 30. Oktober 1631 von 60.000 Mann unter General Graf von Tilly eingenommen. Die Belagerung begann zwei Tage und Nächte zuvor. Nach der Legende leerte der damalige Bürgermeister Georg Nusch auf Befehl General Tillys 3,25 Liter Wein auf einen Zug und bewahrte damit die Stadt vor der Zerstörung. Aus diesem Anlass findet noch heute jährlich das Festspiel "Der Meistertrunk" statt (siehe unten). Nachdem 1650 die letzten Soldaten die Stadt verlassen hatten, versank sie in eine Art Dornröschenschlaf. Die Entwicklung stand praktisch still, und die Stadt verlor an Bedeutung. Das ist der Grund, warum sich die Stadt bzw. ihre alte Bausubstanz in einem dermaßen gut erhaltenen Zustand befindet.

Quelle: Wikipedia

Rothenburg ob der Tauber um 1572

Quelle: Wikipedia


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